EFT – Die Grundannahme der Klopfakupressur leichter verstehen

In meinem Artikel „Was ist EFT? – Die leichte, erstaunlich schnelle Methode für mehr Wohlgefühl“ habe ich dich mit der Grundannahme von der Klopfakupressur vertraut gemacht. Sie lautet:
 
EFT basiert auf der Grundlage, dass die Ursache für jede negative Emotion (und emotional bedingte körperliche Probleme) eine Störung im körpereigenen Energiesystem ist. Hierbei ist es nicht wichtig, den Grund bzw. den Auslöser zu kennen“.
                                                                                                                                                                                        Gary Craig
 
Ich gebe ehrlich zu, dass ich nach den vielen Jahren der Anwendung, den Satz immer noch als sperrig empfinde. Letztlich wollte der Begründer der Methode, die Menschen dazu ermuntern, die Klopfakupressur überall und bei allen Gelegenheiten anzuwenden. Dies kann sein auf:
 
1. Körperlicher Ebene
2. Geistiger Ebene
3. Seelischer Ebene
 
Die Betrachtungen der verschiedenen Ebenen
 
Die Methode ist einfach in ihrer Handhabung und doch braucht es immer wieder Zeit, diese Aussage in der Tiefe zu verstehen. Ich lade dich ein, diese Aussage aus den folgenden Gedanken zu betrachten, sodass es leichter und verständlicher für dich wird.
 
Wir bestehen alle aus unserem Körper, einer festen Materie, die sichtbar und anfassbar ist. Um den Körper sind weitere Schichten vorhanden, die nicht für das Auge sichtbar sind, aber Einflüsse auf den Körper haben können. Wir sprechen hier von einem feinstofflichen, energetischen Feld, das uns umgibt.
 
Jetzt wirst du dir vielleicht die Frage stellen, ob es solch ein unsichtbares Feld gibt und ob du es für dich erkennen kannst. Hierzu nenne ich dir zwei Beispiele.
 
Beispiel 1:
 
Du betrittst einen Raum mit vielen Menschen, von denen du niemanden kennst. Plötzlich fängst du an, dich unwohl zu fühlen, obwohl du gar keinen Grund hast. Irgendetwas ist in diesem Raum, was deine Laune oder dein Körperempfinden verschlechtert. Nachdem du den Raum verlassen hast, geht es dir von Minute zu Minute wieder besser, bis du dich wieder so fühlst wie vorher.
 
Dies ist ein Beispiel dafür, dass auf einer feinstofflichen Ebene Schwingungen vorhanden waren und indirekt Auswirkungen auf deinen Körper hatten, ohne dass du dir dessen bewusst warst. Im Sprachgebrauch verwenden wir dafür die Redewendung „Es lag etwas in der Luft“, wenn wir nicht in Worten ausdrücken können, was wir wahrgenommen haben. 
 
Beispiel 2:
 
Ein anderes Beispiel: Du freust dich auf ein Theaterstück. Du sitzt voller Spannung im Theater in deinem Stuhl und wartest, dass die Vorstellung beginnt. Am Anfang bist du voller Begeisterung dabei, bis du merkst, dass du Kopfschmerzen bekommst und diese schlagartig so schlimm werden, dass du fluchtartig das Theater verlässt und dir sagst: „So eine blöde Vorstellung, wer ist nur auf die Idee gekommen, sich das anzusehen?“ Du hast nicht nur unerträgliche Kopfschmerzen, sondern nun auch noch dazu schlechte Laune.
 
Was ist geschehen?
 
In dem Theaterstück waren mehrere Vorhänge vorhanden, die in ähnlicher Form früher bei deiner Tante Herta hingen. Immer wenn du als Kind bei ihr zu Besuch warst, hattest du nach dem Besuch Kopfschmerzen und schlechte Laune.
 
Wie kann das jetzt, 30 Jahre später möglich sein, dass du dich genauso fühlst wie damals?
 
In deinem ureigenen Körpersystem sind diese Vorhänge (äußerer Auslöser) schwächend belegt und bringen in deinem körpereigenen Energiesystem einiges durcheinander. Dieses Durcheinander ist vermischt mit, ich muss immer still sitzen, darf nicht meine Meinung sagen, Tante Herta schreit immer so laut, dass ich Kopfschmerzen bekomme und ich darf auch nicht machen, was ich will und habe schlechte Laune.
 
Da du bei Tante Herta nicht nur einmal zu Besuch warst, sondern jeden Sonntag zu Besuch, hast du hier in deinem Körpersystem ein Durcheinander, der sich über die wiederholten Besuche bei dir tief verankert haben. Dieses innere Durcheinander hat Störfelder in verschiedenen Ebenen verursacht:
 
Körperebene (Ich habe Kopfschmerzen)
Geistebene (Ich muss immer still sitzen)
Seelenebene (Ich fühle mich nicht gesehen)
 
Zurück zur Grundannahme
 
Ich komme nun zur Grundannahme der Klopfakupressur zurück. Der Auslöser für deine Kopfschmerzen sind die Vorhänge (unbewusst) und du hast Kopfschmerzen (das ist dir bewusst). D.h. deine Kopfschmerzen, stehen mit den Vorhängen in einem Zusammenhang ohne dass dir diese Verkettung bewusst ist.
 
Es ist nicht wichtig, den Grund oder den Auslöser zwingend kennen zu müssen, damit du dieses Durcheinander verändern kannst.
 
Beginnst du jetzt die Klopfakupressur anzuwenden,  so startest du mit dem, was du jetzt im Moment bemerkst. In diesem Beispiel die Kopfschmerzen.
  
Du stimmst dich auf deine Kopfschmerzen ein und beklopfst mit zwei oder drei Fingern, bestimmte Akupunkturpunkte in deinem Gesicht und deinen Händen. Dies machst du so lange, bis sich die Kopfschmerzen aufgelöst haben bzw. sich neutral anfühlen.
 
Da es in der Regel nicht bei einem Gefühl bleibt, gehst du beim Klopfen auf deine sich „neu zeigenden“ Reaktionen ein und beklopfst diese. Es kann sein, dass du dabei den Ursprung (Situation bei Tante Herta) erkennst, es muss aber nicht sein.
 
Durch das Beklopfen veränden sich in deinem Gehirn deine verbundenen Schaltkreise und du legst bewusst neue Schaltkreise, sodass deine Reaktionen eine andere wird. Sodass du, wenn du im Theater wieder entspannt sitzt und dem Stück mit Freude folgen kannst.
 
In einem weiteren Artikel werde ich dir an einem persönlichen Beispiel eine Veränderung durch die Klopfakupressur aufzeigen.
 

2 Kommentare zu „EFT – Die Grundannahme der Klopfakupressur leichter verstehen“

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