Wie du in Umbruchzeiten deine Orientierung behälst

 
Der Mensch durchläuft in seinem Leben verschiedene Entwicklungsstadien und erlebt immer wieder Umbruchzeiten. Umbruchzeiten können sein:
 
  • Du gehst in Rente und dein gewohntes Umfeld bricht weg.
  • Du gründest eine Familie und gehst in Elternzeit.
  • Deine Kinder werden flügge und verlassen das heimische Nest.
  • Du packst deine Koffer, gehst in ein anderes Land, um dort zu leben.
  • Du beginnst eine Selbstständigkeit und lässt dein Angestelltendasein los.
  • Du fängst eine Ausbildung / Studium an.
  • Du erlebst Trauer, weil ein geliebter Mensch nicht mehr in deinem Leben ist.
  • ……
 
Gründe für Umbruchzeiten gibt es viele. Unabhängig von einem Grund ist es gut, einen inneren Kompass zu haben, der dich führt, der dir hilft, deine Orientierung zu behalten oder wieder zu gewinnen.
 
Gemeinsamkeiten von Umbruchphasen
 
In diesen Phasen herrscht oft zu gerne innerliches Gefühlschaos. Manchmal weißt du nicht, wo oben und unten ist, begleitet von kreisenden Gedanken. Deine alte Haut passt dir nicht mehr richtig und deine neue Haut spannt und zwickt. Genau in solchen Momenten ist es gut, wenn du dich deiner inneren Führung anvertrauen kannst.
 
Wo ist die innere Führung?
 
Gerade in diesen Phasen von Neuorientierung ist das mit der inneren Führung so eine ganz eigene Sache. Gerne versteckt sie sich oder sitzt schmollend im Eck und ist nicht richtig greifbar. Kennst du solche Situationen? Du lauscht und lauscht in dich hinein und da kommt nichts. Oder du nimmst es einfach nicht wahr, was dir gesendet wird, weil du abgelenkt bist.
 
Ich glaube, dass wir alle diese Situationen kennen und schon erlebt haben. Ich kenne das von mir und ganz ehrlich, ich mag sie gar nicht.
 
Was hilft dir, die Orientierung wieder zu bekommen?
 
Manchmal warten wir darauf, dass die Erleuchtung sich genau jetzt zeigt oder die innere Führung mit einem Donnerschlag in unser Leben tritt. Damit wir nicht in der Wartehalle hängen bleiben, ist es gut in diesen Momenten, auf ein paar gute Hilfsmittel zurückzugreifen.
 
Ich lade dich ein, dir eine persönliche Liste zu erstellen. Hier führst du nur Punkte auf, die du von Herzen gerne magst und machst. Anbei ein kleines Beispiel: 
 
Es regnet in Strömen und du frierst? Du kannst ein warmes Bad nehmen. Oder du kochst dir deinen Lieblingstee und genießt ihn ganz bewusst. Du wickelst dich in deine Lieblingsdecke ein. Du ziehst dir deine Wohlfühlkleidung an. Du lässt dich massieren. Du hörst deine Lieblingsmusik. Du machst eine Runde Yoga, usw.
 
An diesem Aufzählungen siehst du, dass ich verschiedene Sinneskanäle aufgeführt habe. Erstelle dir auf deiner Liste bewusst Dinge auf allen Ebenen:
 
  • Sehen
  • Hören
  • Riechen
  • Schmecken
  • Tasten
 
Warum auf allen Sinneskanälen? In Umbruchsituationen kann ein einzelner Sinneskanal überreizt sein und Störfeuer in dir legen. Da ist es hilfreich, wenn du über deine anderen Sinne einen Ausgleich schaffst und wieder in Balance kommst.
 
Sei kreativ bei deiner Liste und schränke dich nicht ein. Erlaube dir alles niederzuschreiben, was du wirklich von Herzen magst. Du kannst auch Dinge aufschreiben, die du als Kind gerne mochtest. Hast du gerne Käfer beobachtet oder den Wolken zugesehen? Magst du es heute noch? Bist du dadurch bei dir? Wunderbar schreibe es mit auf deine Liste. Das ist der Punkt, um den es geht.
 
Die Punkte, die du auf deine Liste aufnimmst, sind etwas sehr Persönliches. Beschränke dich nicht und nehme bitte keine Zensur vor. Es soll dir eine Hilfe sein, bewusst wieder mit dir in Kontakt zu kommen und in deine innere Freude.
 
Diese Liste kannst du mit der Übung aus meinem Artikel: „Verfeinere deine Wahrnehmung und schicke deinen Kopf in Urlaub“ ergänzen. Ich freue mich, von deinen Erfahrungen zu hören.

4 Kommentare zu „Wie du in Umbruchzeiten deine Orientierung behälst“

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