Der Spiegel auf dem Meeresgrund

Der Spiegel auf dem Meeresgrund

 
Gesprungen bist du in das Meereswasser,
den Atem hast du angehalten.
Durch getaucht bist du durch die Wasseroberfläche,
hast dich der Schwärze hingegeben.
 
Immer tiefer  tauchst du ab. 
Es wird dunkel und dunkler.
 
Je tiefer du tauchst,
desto enger wird es dir an deinem Herzen.
Alles, was dir auf dem Lande wichtig schien,
hat dir die Luft zum Atmen genommen.
 
Du gibst dich der Dunkelheit und der Schwärze hin.
Gleichzeitig empfindest du tiefste Ruhe und Stille. 
Nichts ist wichtig.
 
Du schwebst in dieser Ruhe und der Stille.
Lässt alles los, was längst überflüssig ist.
 
Ein kleines Glücksgefühl durchfließt deine Zellen.
 
Mit neuer Kraft schwimmst du nun weiter und weiter.
Durch alle dunklen Schichten bis zum Meeresgrund.
Dort angekommen fühlst und siehst du einen Punkt. Verschwommen er vor dir liegt.
 
Es ist ein Spiegel, den du entdeckst. Du nimmst ihn in deine Hände und wischt an seiner Oberfläche.
 
Blickst auf ihn und entdeckst den Urgrund dieses Spiegels.
Du kannst sehen und auch fühlen, was er dir zeigt.
 
Alte Schatten fallen von dir ab.
Ein längst vergessener Seelenanteil sich dir zeigt.
 
Jung, unbeschwert und völlig bei sich angekommen,
 zeigt er dir dein Leben.
 
Lebendigkeit und strahlende Schönheit siehst du wieder.
 
Wie konntest du das nur vergessen?
Du hast dich in den Wirren dieser Welt verstrickt.
Alles andere wichtig schien.
Du lächelst ihm zu.
Dein junges Selbst lächelt zurück zu dir.
Wir lächeln gemeinsam.

Wir schauen uns tief in die Augen.

Pure Liebe, Ruhe und Frieden.
Alles strömt in dich,  durch dich, in dich und zu dir,
in mich zu dir, in ewiger Sinfonie.
 
Wir reichen uns die Hände, wissen wir doch,
 dass wir zusammen gehören!
 
Du lässt den Spiegel fallen,
seegelt er zurück auf den Meeresboden.
Fische sich nun in ihm spiegeln,
ein Rochen neugierig auf ihn schaut.
 
Gemeinsam schwebend gleitet ihr in Eurer Zeit und Tempo wieder der Sonne entgegen.

Hell und heller wird es wieder,
die Wasseroberfläche verlassend, 
durchbrecht ihr diese Welt.
 
Atmen, tiefes Einatmen.
Luft und Sauerstoff erfüllen unsere Lungen.
Die Sonne scheint uns kräftig an.

Blinzelnd von dem Sonnenlichte
 schauen wir uns wieder tief in die Augen.
Tiefste Liebe durchströmt dich und mich.
Durchflutet jede Zelle.

Worte gleichzeitig in uns beiden tönen.
Wussten wir es doch, sind wir eins!
 
In tiefster Liebe nickst du mir zu. 
Machst dich nun ganz klein.
So klein, dass ich dich nicht mehr sehen kann.
Schlüpfst du in mein Herz hinein.

Fortan du in meinem Herzen lebst. 
Tief in mir meine Herzkammer bewohnst.

Von dort aus strahlst du in deiner Kraft und vollen Größe
durchflutest jede Zelle von mir.
 
In diesem Wissen schwimmst du an Land.
Legst dich in die Sonne.

Wohl wissend, alles gehört zu dir.
Du bist, wie du bist und so gehst du durch dein Leben.
Du bist. Im Hier und Jetzt.

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1 Kommentar zu „Der Spiegel auf dem Meeresgrund“

  1. Liebe Gisela,
    was für eine bezaubernde Initiationsgeschichte.
    Wir alle müssen hin und wieder hinabtauchen, um loszulassen und zu dem zu finden, was wir verloren hatten um so zur Ganzheit zu gelangen.
    So wichtig in dieser Zeit.
    So wichtig zu allen Zeiten.

    Alles Liebe, Renate

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