Erinnerung an das Licht in uns

Heute greife ich den Gedanken von letzter Woche auf. In meinem letzten Blogartikel sprach ich über das bewusste Ein- und Ausatmen und über die Bewusstheit.

Heute Morgen zeigte sich nach meiner Meditation im Schreiben folgender Gedanke:

Der Schleier des Vergessens

Leben wir nicht alle unter einem Schleier des Vergessens, wenn wir diese Weltenbühne betreten?

  • Ist es so, dass wir mit unserem ersten Atemzug das Fremde in uns einatmen und es Stück für Stück Raum in unserem Körper einnimmt?
  • Wir lassen die Einheit los.
  • Das Licht zieht sich nach und nach in unser Herz zurück. Dort wartet es darauf, wieder strahlen zu können.
  • Es bezieht eine Herzkammer, die für andere Menschen unerreichbar und zugleich unzerstörbar ist.
  • Von dort aus pulsiert es in dein und mein Leben.
  • Immer bereit, größer zu werden und zu leuchten.

Vielleicht kennst du diese leise Sehnsucht nach etwas, das du nicht benennen kannst. Das Gefühl, dass mitten im Alltag etwas in dir darauf wartet, wieder mehr Raum einzunehmen?

Mit liebevoller Geduld wartet es auf dich und mich, bis das Fremde unseren Körper und unseren Geist wieder verlässt.

Dieses Licht kennt keine Zeit, sondern nur die Ewigkeit.

Deshalb spielt Zeit für das Licht oder Gott keine Rolle.

Die Reise in die Erfahrung

Das Licht selbst wartet und betrachtet staunend unsere Wege. Denn in der Einheit kann es sich nicht erfahren. Dort war und ist es, wie Gott es schuf. Ein Licht im Kleid des Schöpfers.

Um sich zu erfahren, stieg es in einen Körper hinab.

Es machte sich auf den Weg durch diese Welt, um sich mit dem verbleibenden Funken seines Leuchtens wieder an seine Herkunft zu erinnern.

Vielleicht zeigt sich dieser Funke in jenen Momenten, in denen wir still werden. In Augenblicken der Berührung, des Staunens oder der Verbundenheit. In Momenten, in denen wir für einen kurzen Augenblick ahnen, dass wir mehr sind als unsere Gedanken, Rollen und Geschichten.

Vielleicht ist das der Weg, den wir alle gehen: Die Rückkehr in die Einheit, nicht durch Flucht aus dem Leben, sondern durch die Erfahrung des Lebens.

Die Erinnerung an das eigene Leuchten

  • Vielleicht ist jetzt die Zeit, dass wir uns daran erinnern und unser Licht auf dieser Welt leben?
  • Denn vielleicht haben wir uns genau das einst vorgenommen? Nicht indem wir jemand anderes werden, sondern indem wir immer mehr das leben, was wir in unserem tiefsten Wesen bereits sind.

Du findest das Gedicht „Dein Platz im Schöpfungskleid“ in meinem Buch. Lass dich davon inspirieren.

All mein Schreiben mag dich an diesen Funken erinnern. Mir ist bewusst, dass es meine Worte sind, mein Eindruck von etwas, das ich sehe, fühle und versuche, in Worte zu kleiden.

Irgendwann geht es vielleicht darum, alle Worte wieder loszulassen, weil sie letztlich nur Helfer sind, die uns an etwas erinnern möchten. Daran, dass wir aufgerufen sind, uns wieder als Einheit zu erfahren.

  • Ich erinnere mich genauso wie du.
  • Ich bin nicht erleuchtet.
  • Wir erinnern uns gemeinsam.

Und ich wünsche jedem Menschen von Herzen, dass er dieses Leuchten in sich wahrnimmt.

Was empfindest du bei diesen Gedanken?

Mich würde interessieren, welche Gedanken dieser Text in dir bewegt bzw. was in dir in Berührung geht.

Ich freue mich über deine Rückmeldung, gerne in den Kommentaren oder schreibe mir eine Mail an: info@giselajung.de

Herzlichst Gisela

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