Wenn dir die Sinnfrage vor die Füße fällt

Wenn dir die Sinnfrage vor die Füße fällt

Dann atme tief durch

Es gibt Momente in deinem Leben, da zieht es dir sprichwörtlich den Boden unter den Füßen weg.
Eine Diagnose steht plötzlich im Raum.
Ein Unfall geschieht.
Ein geliebter Mensch stirbt.
Dein soziales Umfeld verändert sich, du gehst in Rente, die Kinder ziehen aus, vertraute Eckpfeiler brechen weg.

Und auf einmal ist nichts mehr so, wie es war.

In solchen Situationen ist es nicht nur dein Verstand, der versucht zu begreifen. Es ist vor allem dein Nervensystem, das überfordert ist. Schock, Leere, Taubheit, innere Unruhe oder völlige Erschöpfung können sich zeigen. Du bist aus der Bahn geworfen, vielleicht orientierungslos, vielleicht einfach nur müde.

Zurück zum Körper

In diesen Phasen geht es nicht darum, Antworten zu finden. Nicht darum, sofort Entscheidungen zu treffen oder deinem Leben einen neuen Sinn zu geben.

Es geht zuerst darum, dich wieder zu erden.

Alles, was dir jetzt guttut, ist richtig.
Ein Spaziergang in der Natur. Ein warmes Bad.
Sauna. Viel Schlaf. Tee trinken. Etwas Einfaches kochen, malen, kleine Rituale der Fürsorge pflegen.

Das sind keine Nebensächlichkeiten. Das ist die Basis. Dein Körper darf aus der Starre kommen. Dein Nervensystem darf sich langsam regulieren. Erst wenn dort wieder etwas Ruhe einkehrt, entsteht innerer Raum.

Die Sinnfrage begleitet dich dein ganzes Leben

Die Sinnfrage ist nicht plötzlich da. Sie begleitet dich eigentlich dein ganzes Leben.

Schon in jungen Jahren klopft sie an. Doch oft hörst du sie nicht oder willst sie nicht hören. Das Außen ist laut, Erwartungen sind stark, Rollen klar verteilt. Es gibt viel zu tun, viel zu erreichen, viel zu erfüllen.

Mit den Jahren verändert sich etwas.
Das Außen verliert an Gewicht.
Erfahrungen verdichten sich.
Verluste, Abschiede, Umbrüche machen dich durchlässiger.

Und so wird die Sinnfrage mit der Zeit nicht neu, sondern ehrlicher. Drängender. Unüberhörbar.

Die Sinnfrage steht unübersehbar im Raum

Dann gibt es diesen Moment in deinem Leben, wo du der Sinnfrage nicht mehr ausweichen kannst. Sie steht vor dir oder du fühlst sie im Rücken.

Dann gilt hier: atme und setze dich nicht unter Druck. Du musst jetzt keine Antwort finden.
Der Sinn deines Lebens lässt sich nicht aus dem Verstand heraus lösen.

Vielleicht liegt der Sinn im Moment einfach darin, heute gut für dich zu sorgen. Diesen einen Tag bewusst zu leben.
Und darauf zu vertrauen, dass Antworten nicht gemacht, sondern empfangen werden.

Die heilsame Warteposition

Manchmal brauchen wir alle eine Zeit der Leere. Eine innere Art der Warteposition. Nicht als Stillstand, sondern als Raum.
Raum, um überhaupt wieder zu fühlen:

Was ist da?
Was will wirklich aus mir entstehen?

Nicht aus Erwartungen anderer heraus, sondern aus deiner eigenen Tiefe. Diese Phase darf sein. Du musst nichts erzwingen. Du darfst lauschen.

Den feinen Impulsen folgen

Oft zeigt sich der neue Sinn nicht in großen Erkenntnissen,
sondern in leisen Impulsen.

Ein Gespräch, das dich berührt. Ein Buch, das dich findet.
Eine Begegnung, die etwas in dir zum Klingen bringt.

So kann ein neuer Weg für dich beginnen.
Nicht linear.
Nicht planbar.
Sondern spielerisch, tastend, lebendig.

Vielleicht liegt der tiefere Sinn genau darin: deinem Leben wieder zuzuhören, statt es kontrollieren zu wollen.

Und dir selbst die Erlaubnis zu geben, unterwegs zu sein und dir dabei in der Tiefe deines Seins zu begegnen.

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